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Bei der Seitenkanalpumpe SEMA-Block-S sorgt ein Mantelgehäuse außerhalb des
Stufengehäuses für absolute Sicherheit
Die Abbildung zeigt die konstruktive Ausführung der
SEMA-Block-S. Das Gehäuse in Gliederbauweise ist axial verschraubt, die
einzelnen Stufen durch Flachdichtungen aus gefülltem PTFE abgedichtet. Zusätzlich
ist bei dieser Ausführung ein Mantelgehäuse außerhalb der Stufengehäuse
vorgesehen. Dieses sorgt auch dann für absolute Sicherheit, wenn bei den
inneren Pumpenstufen beispielsweise durch Korrosion oder äußere mechanische
Einflüsse Leckagen auftreten würden. Das Schutzgehäuse wird am Saug- und
Druckstutzen durch gekammerte O-Ringe abgedichtet. Es ist für den vollen
Pumpenenddruck ausgelegt und wird vom Fördermedium nicht berührt. Das
Mantelgehäuse läßt sich der jeweiligen Stufenzahl der Pumpe problemlos
anpassen. Der Raum zwischen Pumpengehäuse und Mantel kann durch Sensoren überwacht
werden. Geringste Leckagen sind dadurch erkennbar. Der Mantel kann auch zum
Beheizen oder Kühlen des Pumpengehäuses Verwendung finden. Damit ist diese
Ausführung sehr gut zur Förderung von besonders gefährlichen oder giftigen
Medien geeignet.
Das für den Antrieb erforderliche Drehmoment wird durch
eine Magnetkupplung übertragen. Als Permanentmagnete dienen hochwertige
Dauermagnete aus Kobalt-Samarium, die ihre magnetischen Eigenschaften auch bei längeren
Einsatz oder hohen Temperaturen nicht verlieren. Die Magnete sind im außenliegenden
treibenden und innenliegenden getriebenen Teil zylindrisch angeordnet. Das
Antriebsteil wird bei SEMA-Block direkt auf dem Wellenende des Antriebmotors
befestigt, der über eine Zwischenlaterne an die Pumpe angeflanscht ist. Die
Bauweise ist sehr kompakt, spart Einbaulänge und das Ausrichten des Motors.
Spalttopf trennt Fördermedium von Atmosphäre
Dieser Spalttopf ist als einteiliges tiefgezogenes Bauteil
aus Hastelloy C4 gefertigt. Die Befestigung erfolgt über Flansche am Druckgehäuse
der Pumpe, die Abdichtung mit einer PTFE-Flachdichtung. Motor und Antriebsteil
lassen sich abnehmen, ohne daß der Druckraum und damit das Leitungssystem geöffnet
werden muß. Da bei metallischen Spalttöpfen unvermeidlich Wirbelstromverluste
auftreten und damit die Flüssigkeit im Spalt erwärmt wird, ist eine Kühlung
des Antriebsbereiches notwendig. Hierzu wird Fördermedium aus dem Druckgehäuse
entnommen, durch den Spalt zwischen Topf und dem inneren Magnetsatz geleitet und
durch eine Bohrung in der Welle in einen Bereich niedrigeren Druckes zurückgeführt.
Trockenlauf und damit Überhitzung des Antriebteiles ist zu vermeiden. Zur
Absicherung läßt sich die Temperatur des Spalttopfes überwachen. Mit
elektronischen Belastungswächtern können feinste Unregelmäßigkeiten der
Stromaufnahme registriert und das Aggregat abgeschaltet werden.
Den Lagern des Pumpenläufers, die bei allen Pumpen ohne
Wellendurchführung mit dem Fördermedium zu schmieren und zu kühlen sind,
kommt für die Betriebssicherheit und die Lebensdauer eine entscheidene
Bedeutung zu. Der Pumpenläufer wird im Bereich der Magnetkupplung und am
Sauglaufrad in Lagern aus massivem Siliziumcarbid geführt, das extrem verschleißfest
und in weiten Bereichen korrosionsbeständig ist. Der hydraulische Axialschub,
der bei Seitenkanalpumpen sehr gering ist und hier nur durch das Vorlaufrad
zustande kommt, wird ebenfalls durch Silziumcarbidlager aufgenommen. Mit dieser
Lagerausführung und den durch die Bauart möglichen überwiegend 4-poligen
Antrieb mit 1450 1/min wird eine hohe Betriebssicherheit und Lebendauer
erreicht.
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